Was willst du, Kaki?

Die Kaki-Frucht hat jetzt Saison und wie jeden Herbst frage ich mich: was will sie von mir? Wenn ich sie auf dem Markt oder im Supermarkt sehe, halte ich es wie bei einer Begegnung mit einem aufgeregten Straßen-Pantomimen: wegsehen und schnell vorbei gehen.

Diese Frucht und ich werden uns nie verstehen, sie spricht eben nicht meine Sprache. Kein Wunder, kommt sie doch meistens aus China oder Korea zu uns. Eine Kaki zu essen, fühlt sich an wie ein Zungenkuss mit Sandpapier, nur ungeiler – obwohl ich den Look, Tomate mit Spray Tan, auf einem Obstteller ganz schön finde. Ist sie erst mal so weich, dass man sie essen kann, wird ihr Inneres wie ein schleimiger Pudding, den man, wenn man die Frucht richtig essen will, auslöffeln sollte.

Genug gelästert, nur weil ich die Kaki nicht verstehe, heißt es nicht, dass ihr sie nicht mögen solltet. Ich glaube, sie ist ganz gesund. Vielleicht steht ihr ja auf die klebrige, orangefarbene Angelegenheit, die mich geschmacklich an eine andere mir verhasste Frucht erinnert: die Dattel. (Nichts macht mich aggressiver, als das Angebot, eine Kaki oder eine Dattel zu essen, wenn mir nach etwas tollem Süßen gelüstet.)

Wenn ihr etwas anderes aus der Kaki machen wollt, als sie nur pur zu essen, könnt ihr euch Rezept-Inspiration bei Martha Stewart holen, die hat sich ganz tapfer einige Gedanken zum Thema gemacht. Hier geht’s zu ihrer Webseite und den Rezepten.

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So macht ihr easy peasy Kartoffelsuppe mit Würstchen

Kartoffelsuppe mit Würstchen – eins der besten Gerichte der Welt, ein Klassiker, für den man nie zu alt, zu reich oder zu doof ist. Darf ich euch kurz die Vorzüge dieses Rezeptes aufzählen: Ihr braucht für die Zubereitung nur eine halbe Stunde Zeit, die Zutaten sind sehr günstig (außer Würstchen und Speck – zeigt ein Herz für Schweine und kauft beides aus artgerechter Tierhaltung aus einem Bio-Supermarkt) und diese Suppe ist an kalten Tagen eine echte Wohltat.
So gelingt sie garantiert.

Zutaten für 4 Personen:

1 Kilo Kartoffeln, geschält, in 1-cm-große Stücke geschnitten
3 Möhren, geschält, in kleine Würfel gehackt
1 helle Zwiebel, geschält, in kleine Würfel gehackt
1 Stück Knollensellerie, geschält, in kleine Würfel gehackt
1 Lauch, geputzt, in kleine Würfel gehackt
50 g durchwachsener Räucherspeck (optional), in Würfel geschnitten
3 EL Butterschmalz
800 ml Gemüsebrühe (instant) oder etwas mehr, wenn zu dickflüssig
2 TL Majoran
1 TL Thymian
4 EL Sahne
Frische Petersilie oder Schnittlauch zum Garnieren, gehackt
Salz, Pfeffer
4 Würstchen, zum Beispiel Wiener oder Krakauer

Zubereitung:

Zwiebeln und Speck in Butterschmalz bei mittlerer Hitze etwa drei Minuten andünsten. Kartoffeln, Möhren und Sellerie hinzugeben und weitere 5 Minuten dünsten. Lauch, Majoran und Thymian hinzugeben, mit Brühe aufgießen, etwa 20 Minuten mit Deckel köcheln lassen. Mit einem Stampfer durchstampfen, so dass die Struktur noch grob , aber auch eine Cremigkeit da ist. Eventuell mit mehr Gemüsebrühe aufgießen, es soll Suppe sein und kein Brei. Abschmecken, fünf Minuten mit den in Scheiben geschnittenen Würstchen auf kleiner Hitze ziehen lassen.
Zum Servieren jede Portion mit Sahne und Kräutern garnieren.

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Miss Violets Meatballs: eine kulinarische Reise im Glamour Magazin

Für das Glamour Magazin durfte ich Hackbällchen machen… sehr viele Hackbällchen. In der aktuellen Ausgabe, ab heute im Handel, gibt es fünf von mir entwickelte und für das Fotoshooting umgesetzte Meatball-Rezepte aus aller Welt – aus jedem Kontinent eines.

Welches Meatball-Rezept ist euer Liebling? Die marokkanischen Kefta in scharfer Tomatensauce, japanische Tsukune am Spieß oder deutsche Königsberger Klopse? Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen!

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Restaurant-Check: Kin Dee

Kin Dee in Schöneberg ist das jüngste Baby der Grill Royal Familie und natürlich bekommt das Restaurant dadurch einen Start geschenkt, von dem andere Gastronome nur träumen können – aber kann das thailändische Abenteuer von Stephan Landwehr, Boris Radczun, Moritz Estermann, Künstler Rirkrit Tiravanija, dessen Werke hier an der Wand hängen, und Dalad Kambhu, kreatives Mastermind und Küchenchefin des Kin Dee, halten, was begeisterte Opening-Gäste in ausführlichst verfassten Artikeln versprechen?

Die Antwort ist ja! Kin Dee bringt eine neue thailändische Küche nach Berlin und ist eine kulinarische Bereicherung für die Stadt. Einige mögen Küche und Können von Dalad Kambhu aus den zwei Wochen kennen, in denen sie mit Moritz das Skandi-Restaurant Dóttir in ein thailändisches Pop-up verwandelte.

In den nächsten zwei Wochen wird kein A la Carte Menü angeboten, sondern ein Tasting Menu aus zehn Gerichten. Ich selber kannte Dalads Küche noch nicht und war ziemlich hingerissen von dem, was serviert wurde. Das Salmon Ceviche unter den Vorspeisen, der ganze, knusprige Wolfsbarsch und die perfekt gebratene Panang Duck waren meine absoluten Favoriten, der Glasnudelsalat mit Pilzen und ein gemischtes Gemüse mit dem Aroma geräucherter Paprika liessen mein süßes Valentins-Date Aleks vor Begeisterung schwärmen. Geschmorte Lammhaxe und 12-Stunden-Pork-Belly haben wir aufgrund der vegetarischen Einstellung von Aleks gegen mehr Fisch eingetauscht bekommen, deswegen kann ich zu diesen vielversprechend klingenden Gerichten nichts sagen…

Wie jeder weiß, geht Liebe durch den Magen und Dalad ist seit gestern mein größter Girl-Crush. Ihr Essen ist fein und mit so viel Liebe entwickelt, dabei nicht zu konzeptionell, affektiert oder over the top. Es steckt viel Arbeit und Leidenschaft in allem, was sie auftischt und sie schafft den perfekten Spagat aus traditioneller, ehrlicher Küche und zeitgenössischer Umsetzung. Ihre Mission sei, sagte sie mir am Ende des Abends, den Menschen zu zeigen, was thailändische Küche überhaupt ist und was sie kann. You go, Girl!

kindeeberlin.com

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Meine Tipps für die perfekte Gans

Knusprige Haut, zartes Fleisch – so macht ihr den besten Gänsebraten:

1. Einen Abend vorher die Gans bereits salzen.
2. Mindestens zwei Stunden vor dem Ofen aus dem Kühlschrank holen und die Gans auf Zimmertemperatur bringen.
3. Nach Geschmack füllen und dann am Hals zunähen oder mit Zahnstochern zumachen.
4. Kräftig von außen und innen salzen und pfeffern. Die Haut mit einer Gabel an mehreren Stellen einstechen, damit das Fett austreten kann. Vor allem im Seitenbereich.
5. Bevor ihr die Gans in den Ofen schiebt: Hals, Magen, Flügelspitzen salzen und mit 2 grob geschnittenen, geschälten Zwiebeln im Ofen für etwa 30 Minuten bei 220 Grad rösten, herausnehmen, das Ganze in einer Pfanne erhitzen und kurz braten, 2 EL Mehl hinzu und weiterbraten, mit Balsamico ablöschen, mit Rotwein ablöschen und mit Gänsefond aufgießen – einige Stunden köcheln lassen. Das wird eure Sauce.
6. Die Gans mit dem Bauch nach unten im Bräter in den Ofen schieben. In den Bräter kommt auch etwas kaltes Wasser, ca. 2 Tassen. Gans mit dem Saft einer Orange übergießen.
7. Den Ofen nach 25 Minuten runterschalten und bei 160 Grad weiterbraten.
8. Immer mal wieder mit dem Sud aus dem Bräter übergießen.
9. Wenn der Rücken braun ist (etwa nach 2 Stunden – je nach Größe der Gans) wenden. Jetzt den Bauch nach oben.
10. Weiterbraten bis die Gans fast fertig ist. (etwa 1,5 Stunden, je nach Größe der Gans)
11. Für die Knusprigkeit: Eine Tasse eiskaltes Wasser mit 2 EL Salz mischen, über die Gans geben. Das passiert kurz vor Ende. Die Gans nun noch 20-25 Minuten weiterbraten, wenn sie noch etwas blass ist, Temperatur auf 180 Grad erhöhen. Aus dem Ofen herausnehmen, 20 Minuten ruhen lassen. Den Sud aus dem Bräter ohne das Fett mit in die Sauce geben. Sauce absieben, mit Mehl-Wasser-Gemisch verdicken, abschmecken – essen!

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Feiert Eure Weihnachtsfeier mit Miss Violet

Alle Jahre wieder – verabschiedet man das Arbeits-Jahr mit seinen Kollegen bei einem tollen Essen mit vorweihnachtlicher Stimmung. Für alle, die mal etwas anderes wollen, etwas Besonderes, präsentiere ich eine schöne Idee: feiert Eure Weihnachtsfeier mit Miss Violet. Ein privater Supperclub mit weihnachtlichem Menü ist etwas ganz Besonderes: duftender Gänsebraten, lockere Stimmung, köstliche Weine… eine tolle Belohnung für alle, die das ganze Jahr so toll zusammen gearbeitet haben und das jetzt zusammen feiern möchten.
Die Fotos von meinem Weihnachts-Supperclub im letzten Jahr geben Euch einen kleinen Eindruck. Mehr Informationen: mail@missviolet.de

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