Endlich!!! Ein Abend im Chiltern Firehouse!

Ist das Chiltern Firehouse vielleicht das ausgebuchteste Restaurant der Welt? Zwei Monate Wartezeit soll man in Kauf nehmen, um an einem der Tische des relativ neu eröffneten Restaurants von Gastro- und Hotelkönig André Balazs Platz nehmen zu dürfen. (Ihm gehören etliche Kult-Lokale, wie zum Beispiel das Chateau Marmont in LA.) Ich habe erst gar nicht versucht, mich in der Warteschlange zu platzieren, denn meine arme Seele reagiert empfindlich auf überarrogante, nasal sprechende Restaurantmitarbeiter, die mich abblocken und nur ein Gefühl der Demütigung in mir hinterlassen. Alle waren schon im Chiltern Firehouse: Tom Cruise, Lilly Allen, Kate Moss – ach, wer hat schon Lust zwei Seiten Promi-Namen zu lesen, aber glauben Sie mir, ALLE waren im Chiltern Firehouse. Und gehen immer noch hin. Vor dem Restaurant stehen jeden Abend Paparazzi, denn es lohnt sich. Meinen Abend im Chiltern Firehouse verdanke ich einer wunderbaren, schönen, klugen und lustigen Bekannten aus Zürich, die mich fragte, ob ich Lust hätte mit ihr Essen zu gehen, sie sei in London. Wie wäre es mit Chiltern Firehouse, ein Freund von ihr regele da die Reservierungen. Was für ein Zufall! Was für ein Glücksfall! Schon als das Taxi in der Chiltern Street 1 hielt und die Autotür geöffnet wurde, fing ich vor Vorfreude an zu vibrieren. Selbst die Paparazzi, die ihre Kameras enttäuscht bei meinem Anblick sinken ließen, konnten die Aufregung nicht mindern. Natürlich kann ein Restaurant, das überall hysterisch hochgelobt wird, in der Realität nicht mithalten, und natürlich reckt man den ganzen Abend den Kopf, damit man Tom Cruise nicht verpasst. Aber enttäuscht wird man auch nicht. Das Lokal ist in ein goldfarbenes, sexy Licht getunkt, die Dekoration besteht aus vielen Spiegeln und cremefarbenen Art déco-Möbeln. Die Stimmung ist wie in einer tollen Brasserie: lebendig, aufregend.

Um das Essen geht es in dem ganzen Hype natürlich auch. Es ist meisterhaft gut! Ich bestellte Caesar Salad mit knuspriger Hühnerhaut, Iberisches Schwein mit geröstetem Knoblauch und Brechbohnen-Mix und zum Abschluss Erdbeer-Sunday. Nun ist es mit dem Chiltern Firehouse leider so wie mit dem Garten für einen Stubentiger: Kennt er ihn nicht, vermisst er nichts, ist er einmal in einem gewesen, will er immer wieder hin. Wahrscheinlich muss nun doch ein Telefonat mit dem überarroganten, nasal sprechenden Mitarbeiter sein. Damn! www.chilternfirehouse.com

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