Was willst du, Kaki?

Die Kaki-Frucht hat jetzt Saison und wie jeden Herbst frage ich mich: was will sie von mir? Wenn ich sie auf dem Markt oder im Supermarkt sehe, halte ich es wie bei einer Begegnung mit einem aufgeregten Straßen-Pantomimen: wegsehen und schnell vorbei gehen.

Diese Frucht und ich werden uns nie verstehen, sie spricht eben nicht meine Sprache. Kein Wunder, kommt sie doch meistens aus China oder Korea zu uns. Eine Kaki zu essen, fühlt sich an wie ein Zungenkuss mit Sandpapier, nur ungeiler – obwohl ich den Look, Tomate mit Spray Tan, auf einem Obstteller ganz schön finde. Ist sie erst mal so weich, dass man sie essen kann, wird ihr Inneres wie ein schleimiger Pudding, den man, wenn man die Frucht richtig essen will, auslöffeln sollte.

Genug gelästert, nur weil ich die Kaki nicht verstehe, heißt es nicht, dass ihr sie nicht mögen solltet. Ich glaube, sie ist ganz gesund. Vielleicht steht ihr ja auf die klebrige, orangefarbene Angelegenheit, die mich geschmacklich an eine andere mir verhasste Frucht erinnert: die Dattel. (Nichts macht mich aggressiver, als das Angebot, eine Kaki oder eine Dattel zu essen, wenn mir nach etwas tollem Süßen gelüstet.)

Wenn ihr etwas anderes aus der Kaki machen wollt, als sie nur pur zu essen, könnt ihr euch Rezept-Inspiration bei Martha Stewart holen, die hat sich ganz tapfer einige Gedanken zum Thema gemacht. Hier geht’s zu ihrer Webseite und den Rezepten.

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