Low Budget in London: die besten Hotels für wenig Geld

Immer wieder fragen mich die Menschen, wo man in London günstig unterkommen kann. Ein schönes Hotel, zentral, aber günstig im Preis, ja das wünschen sich die Menschen. Immer wieder lautet meine Antwort: diese Kombination gibt es in London nicht. Bei einem der Punkte muss man einen Kompromiss eingehen.  Welche Frage kann man am leichtesten mit einem JA beantworten:

Kann ich meinen Augen einen Look á la Russland in den 80er Jahren zumuten, viele Braun- Orange- und Grüntöne, Teppichboden aus der Hölle und ein Licht wie im Verhörungsraum?

Kann ich damit leben, jeden Tag etwa drei Stunden Lebenszeit in Tube und Taxis zu verschwenden?

Kann ich mein Budget vielleicht doch überziehen, die 200-Euro-Marke pro Nacht überschreiten und mich damit in dem Bereich von Hotels bewegen, in denen man gerne Gast wäre? Eine vierte Frage lautet: Ist es mir wichtig, dass die Größe meines Zimmers einen Spaziergang von mindestens drei aufeinanderfolgenden Schritten erlaubt?

Nun ist die Lage nicht ganz hoffnungslos. Wer nach einem einigermaßen ertragbaren Look, einer relativ zentralen Lage und einem Preis von unter 80 Euro die Nacht sucht, kann hier glücklich werden – bitte weitersagen!

1. Die Tune Hotels (Liverpool Street/Westminster/Paddington/Kings Cross) www.tunehotels.com Jedes Hotel hat eine zentrale Lage und eine schlichte, aber schöne Einrichtung. Das Hotel funktioniert nach dem Easyjet-Prinzip. Für einen Zimmerpreis ab 20 Euro gibt es Bett und Raum, aber keine Extras. Wer zum Beispiel ein Handtuch braucht, zahlt etwa 2 Euro pro Tag.

2. Qbic Hotel London (Shoreditch, Brick Lane) www.london.qbichotels.com Das im East End gelegene Qbic Hotel hat zwar einen komischen Namen, indem ein „u“ fehlt, ist aber trotzdem zu empfehlen. Schickes Interieur, Gratis-Wlan, Frühstück inklusive und das alles bei einem Preis von etwa 70 Euro pro Nacht. Der günstige Preis resultiert aus dem Prinzip des Hotels, wenige Mitarbeiter bezahlen zu müssen. Daher auch der Self-Service Charakter des Hotels (selber einchecken und auschecken am Terminal/ Kartenzahlung only etc etc).

3. Pavilion Hotel (Hyde Park) www.pavilionhoteluk.com Ein stylish-schrullig eingerichtetes Hotel mit Einzelzimmern ab 70 Euro, toll gelegen in Fußmarsch-Nähe zum Oxford Circus. Einer der Besitzer des früher mal hippen Shoreditch-Restaurants „Les Trois Garcons“ steckt übrigens hinter diesem Hotel – London-Experten kennen es und können sich vorstellen, wie es im Pavilion Hotel ungefähr aussieht. Marion Testino und Bryan Adams haben hier für Magazine fotografiert. Im Preis inklusive: Frühstück und W-Lan. Viel Spaß bei der nächsten London-Reise!

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Lieblingsprodukt: „Get Well“-Suppen von Heinz

Kranke in Großbritannien haben es ein bisschen besser als Kranke anderswo, zumindest können sie – falls das ein Trost sein sollte – von Freunden und Familie derzeit mit Heinz-Suppen aufgeheitert werden. Das besondere an diesen Tomaten- oder Hühnersuppen in Dosen, zwei Sorten stehen zur Auswahl, ist nicht der Inhalt oder das Etikett: mit dem Namen des Patienten  und einem „Get-Well“ Gruß versehen, bringen sie jedes blasse und schwache Virus-Opfer sicherlich kurz zum Lächeln! Ich habe mir mein Exemplar gerade von zwei Heinz-Ladies bei Selfridges machen lassen und warte nun auf die passende Krankheit.

Verschicken kann man die Suppen mit Namen innerhalb Großbritanniens hier: https://apps.facebook.com/getwellsoup/

Restaurant-Check: Crackers Berlin

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Mmmmhh…Margarita!

Mexikanisches Essen ist ein großer Food-Trend in London, wie ich in Miss Violet goes London bereits schrieb. Das Gute an der mexikanischen Küche ist, dass man sowohl günstig als auch high end gut mexikanisch essen kann.

Klassiker, die überall auf der Speisekarte stehen, sind Tacos mit geschmortem Rindfleisch, so scharf, dass einem der Skalp anschwillt und die milderen Quesadillas – mit Käse und anderen Dingen gefüllte Teigfladen. Neulich hatte ich meine persönlichen „Los Wochos“ hier in London: Samstagabend aß ich bei Wahaca, einer Kette mit mehreren Lokalen in der Stadt, tollem Essen und gutem Ambiente. Am Mittwoch darauf testete ich Luxus-Tacos im Peyote, viermal so teuer wie das Wahaca, aber nicht unbedingt besser. Nur mit den Drinks kannte man sich besser aus. Während sich der Rest der Gruppe mit Mezcal und Tequila dumm und doof trank, blieb ich bei Margaritas, von denen ich bis zu dem Zeitpunkt nicht einmal wusste, dass ich sie mag. Hiermit erkläre ich die Margarita zum Drink des Monats!

¡Viva México!

Miss Violet

Wahaca

www.wahaca.co.uk

Peyote

www.peyoterestaurant.com

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Endlich!!! Ein Abend im Chiltern Firehouse!

Ist das Chiltern Firehouse vielleicht das ausgebuchteste Restaurant der Welt? Zwei Monate Wartezeit soll man in Kauf nehmen, um an einem der Tische des relativ neu eröffneten Restaurants von Gastro- und Hotelkönig André Balazs Platz nehmen zu dürfen. (Ihm gehören etliche Kult-Lokale, wie zum Beispiel das Chateau Marmont in LA.) Ich habe erst gar nicht versucht, mich in der Warteschlange zu platzieren, denn meine arme Seele reagiert empfindlich auf überarrogante, nasal sprechende Restaurantmitarbeiter, die mich abblocken und nur ein Gefühl der Demütigung in mir hinterlassen. Alle waren schon im Chiltern Firehouse: Tom Cruise, Lilly Allen, Kate Moss – ach, wer hat schon Lust zwei Seiten Promi-Namen zu lesen, aber glauben Sie mir, ALLE waren im Chiltern Firehouse. Und gehen immer noch hin. Vor dem Restaurant stehen jeden Abend Paparazzi, denn es lohnt sich. Meinen Abend im Chiltern Firehouse verdanke ich einer wunderbaren, schönen, klugen und lustigen Bekannten aus Zürich, die mich fragte, ob ich Lust hätte mit ihr Essen zu gehen, sie sei in London. Wie wäre es mit Chiltern Firehouse, ein Freund von ihr regele da die Reservierungen. Was für ein Zufall! Was für ein Glücksfall! Schon als das Taxi in der Chiltern Street 1 hielt und die Autotür geöffnet wurde, fing ich vor Vorfreude an zu vibrieren. Selbst die Paparazzi, die ihre Kameras enttäuscht bei meinem Anblick sinken ließen, konnten die Aufregung nicht mindern. Natürlich kann ein Restaurant, das überall hysterisch hochgelobt wird, in der Realität nicht mithalten, und natürlich reckt man den ganzen Abend den Kopf, damit man Tom Cruise nicht verpasst. Aber enttäuscht wird man auch nicht. Das Lokal ist in ein goldfarbenes, sexy Licht getunkt, die Dekoration besteht aus vielen Spiegeln und cremefarbenen Art déco-Möbeln. Die Stimmung ist wie in einer tollen Brasserie: lebendig, aufregend.

Um das Essen geht es in dem ganzen Hype natürlich auch. Es ist meisterhaft gut! Ich bestellte Caesar Salad mit knuspriger Hühnerhaut, Iberisches Schwein mit geröstetem Knoblauch und Brechbohnen-Mix und zum Abschluss Erdbeer-Sunday. Nun ist es mit dem Chiltern Firehouse leider so wie mit dem Garten für einen Stubentiger: Kennt er ihn nicht, vermisst er nichts, ist er einmal in einem gewesen, will er immer wieder hin. Wahrscheinlich muss nun doch ein Telefonat mit dem überarroganten, nasal sprechenden Mitarbeiter sein. Damn! www.chilternfirehouse.com

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Singen in Soho

Wenn Sie Karaoke lieben und in London sind, sollten Sie unbedingt das Lucky Voice in Soho aufsuchen. Obwohl ich singe wie ein kranker Kranich, habe ich schon viele Karaoke-Etablissements von innen gesehen. Ich kenne Karaoke-Läden in Hamburg, Berlin und München, ich kenne den manchmal kargen, manchmal überdekorierten Einrichtungsstil, die ambitionierten Sänger im Publikum, die alles sehr ernst nehmen und auch die sturzbetrunkenen Duettpartner, die meinen Ohren Schmerzensgeld zahlen sollten. Aber einen Laden wie das Lucky Voice habe ich noch nie gesehen. Hier mietet man ein Zimmer und ist als Gruppe unter sich. Der Sound im Lucky Voice ist surreal. Obwohl die Zimmer – es sind eher große Kabinen –, schalldicht sein sollten, sind sie es natürlich nicht und aus allen Richtungen hört man furchtbares Krakelen und Schreien, in etwa so, als würden sich eine Gruppe Antilopen im Schleudergang der Waschmaschine drehen und dabei laut fluchen.

Im verruchten Rotlicht stehend, mit einem großen alkoholischen Getränk in der Hand, versucht man im Lucky Voice unschuldige Lieder zu versauen – allen Anwesenden macht das richtig Spaß. Allen außer mir, denn an meiner Voice ist wirklich gar nichts lucky. Trotzdem, eine Erfahrung ist Lucky Voice allemal und daher mit bestem Gewissen zu empfehlen.

www.luckyvoice.com

Singen in Soho

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